Investieren in Rumänien
Überblick
Das starke Wirtschaftswachstum Rumäniens seit 2004, von 6 - 8% jährlich, sowie der Beitritt Rumäniens zur Europäischen Union, hat das Vertrauen ausländischer Investoren gestärkt. Die Einführung Anfang 2005 der einheitlichen Lohn- und Einkommenssteuer von 16% wurde von Investoren ebenfalls positiv bewertet.
Die weltweite Wirtschaftslage 2009 führte in Rumänien zu einem negativen Wirtschaftswachtsum von 7%. Rumänien, als Produktionsstandort für zahlreiche Zulieferer diverser Industriebranchen, litt unter der einbrechenden Auftragslage bei den westeuropäischen Herstellern. Der starke Konsum wurde durch die Entscheidung der Banken, keine Kredite mehr zu gewähren, gehemmt. Diese Konstellation brachte als Vorteile die Beruhigung des Immobilien- und Arbeitsmarktes mit sich.
Rumänien bietet Ihrem Unternehmen die Möglichkeit, in vielversprechende Geschäftsfelder zu investieren, von günstigen Produktionsbedingungen und qualifiziertem Personal zu profitieren. Erfolg können Sie nur haben, wenn Sie sorgfältig und langfristig planen. Planung bedarf fundierter Informationen über das Land und den hier herrschenden Bedingungen. Das gesamte Kammerteam steht Ihnen mit wertvolllen Informationen sowie gezielter Beratung zur Seite.
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Direktinvestitionen
Die Reformen im Bereich der Justiz, der Infrastruktur, die Entwicklung des Banksektors haben das Vertrauen der ausländischen Investoren in den rumänischen Markt gesteigert. Die ausländischen Direktinvestitionen 1990 - 2007 beliefen sich laut der Rumänischen Nationalbank auf ca. 42,8 Mlrd. €, der deutsche Anteil liegt bei 5,0 Mlrd. €. In 2008 lagen die ausländischen Direktinvestitionen bei 9,0 Mlrd. €, in 2009 betrugen sie die Hälfte.
Rumänien hat eine übergreifende Industriestruktur geerbt, die praktisch keine regionalisierte Industrie aufweist. Dies ermöglicht den Investoren, mehrere Investitionsstandorte gleichzeitig ins Auge zu fassen. Außer der Hauptstadt Bukarest besitzt Rumänien weitere ca. 20 Städte mit einer Bevölkerung von über 150.000 Einwohner. Hier befinden sich auch die größten Ausbildungszentren (Universitäten und Fachhochschulen). Das Kammerpersonal erstellt für Sie Standortanalysen und –vergleiche, auf Grund Ihrer spezifischen Anforderungen, die Ihnen dann die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Städte in Bezug auf Industriestruktur und Arbeitskraft, Ausbildung und Infrastruktur usw. aufzeigen.
Nach einer umgehenden Information über die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen vor Ort ist bei einer Investitions- und Standortentscheidung auch das Kennenlernen von Land und Leuten von Bedeutung. Das Kennenlernen des Landes kann erfolgreich mit einer Besichtigung von vorher ausgewählten Investitionsobjekten und/oder Kontakt zu den lokalen Behörden verbunden sein. Unsere Kammer recherchiert für Sie nach geeigneten Grundstücken, Hallen oder Büroflächen und betreut Sie anschließend zur Besichtigung und Betreuung vor Ort.
Zur Firmengründung und die Einholung von Genehmigungen zur Aufnahme der Tätigkeit schalten Sie bitte einen lokalen Anwalt ein. Alle auszufüllenden Formulare sind in rumänischer Sprache, und ein nicht vor Ort ansässiger Anwalt käme mit den verschiedenen Behörden schwieriger zurecht. Internationale Kanzleien sind in Rumänien auch präsent. Eine Liste mit Anwälten finden Sie unter unseren Merkblättern.
Verfügbares Personal und Arbeitsmarkt
Rumänien besitzt technisch gut qualifiziertes Personal, das sich in den modernen Produktionsprozessen und westlichen Arbeitsstandards leicht einschulen lässt. Bei der Auswahl von lokalen Führungskräften achten Sie darauf, dass der ausgewählte Kandidat die Managerfähigkeiten entwickelt hat, die Ihrem Unternehmensstil entsprechen. Unsere Kammer hat seit deren Bestand Erfahrung in der Personalsuche für die unterschiedlichsten Branchen und Bereiche gesammelt, gerne stehen wir Ihnen auch zur Seite. Auch gibt es in Rumänien international erfahrene Head-Hunter und Personaldienstleister.
Im Jahr absolvieren rund 90.000 Studenten auf den 56 staatlichen Hochschulen und Universitäten landesweit, (dies entspricht ca. 40% der Gymnasiumabsolventen): 25% im technischen, 25% im wirtschaftlichen Bereich. Knapp 90.000 absolvieren im Jahr Berufs- und Fachhochschulen. Die jeweiligen Regierungen nach der Wende haben zu wenig Bedeutung der Anpassung des nationalen Ausbildungssystems an die wirtschaftlichen Entwicklungen zugewiesen, so dass heute Rumänien einen gewissen Mangel an jungen qualifizierten Facharbeitern aufweist.
Bis 2008 inklusiv war die offizielle Arbeitslosigkeit relativ niedrig, unter 5%, jedoch regional unterschiedlich. 2009 brachte noch nicht, wie erwartet, eine erhöhte Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften mit sich, da die meisten nun auf den Markt wieder verfügbaren Arbeitskräften aus zu spezialisierten Branchen stammen: Staatsverwaltung, Banken und Finanzen, Bausektor usw. Etwa 30% der aktiven Arbeitskraft ist immer noch in der Land- und Forstwirtschaft tätig, knapp 4 Mio. Rumänen arbeiten derzeit immer noch im Ausland.
Die Kommunikation mit den Mitarbeitern läuft relativ einwandfrei, da Fremdsprachenkenntnisse in Rumänien verbreitet sind. Deutsch steht nach Englisch und Französisch, und inzwischen auch nach Italienisch und Spanisch, erst an fünfter Stelle – besagt eine Umfrage des British Council in Rumänien. 38% der Rumänen sprechen fließend eine Fremdsprache, fast ebenso viele (30%) sprechen fließend 2 Fremdsprachen.
Die Löhne und Gehälter sind in Rumänien unterschiedlich: Wie überall hängt die Höhe eines Gehaltes von der Branche, der Qualifikation und der Region ab. Einen Gehaltsspiegel gibt es nicht.
Die Lohnnebenkosten teilen sich Arbeitgeber und –nehmer zu etwa 3:1. Der Mindestlohn wird von der Regierung festgelegt. Ab 2010 beträgt der Brutto-Mindestlohn 600 RON bzw. ca. 140 €. Der Brutto-Durchschnittslohn betrug 2009 ca. 450 € bzw. 1.836 RON.
Steuern
Die Mehrwertsteuer beträgt 19%. 2004 wurde ein ermäßigter MWSt-Satz von 9% für Hotelpreise, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Eintrittsgebühren für Museen, Zoos, biologische Gärten, Messen und Ausstellungen sowie für Arzneimittel als auch orthopädische Produkte und Zahnprothesen eingeführt. Geplant sind weitere ermäßigte MWSt-Sätze für Lebensmittel.
Die Einkommenssteuer und Körperschaftssteuer betragen 16%.
Viel mehr über das Land Rumänien erfahren Sie von unserem Kammerteam!
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