Rumänien, ein Markt mit Potenzial im Bereich Forschung

24.11.15 Pressemitteilungen

Der Workshop „Potential for Future German and Romanian Cooperation in Research and Innovation”, organisiert von der AHK Rumänien am Bukarester Polytechnikum, hat rund 90 Gäste aus dem wirtschaftlichen und akademischen Bereich zusammengebracht, sowie Forscher aus Rumänien und Deutschland. Ziel der Veranstaltung, die Teil eines umfangreicheren Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist, war die Initiierung und Entwicklung der bilateralen Beziehungen im Bereich F&E zwischen deutschen und rumänischen Unternehmen und Forschungsinstitute.

Deutschland ist eines der fortgeschrittesten Länder in Europa im Bereich Forschung und Innovation, mit einem wichtigen Know-how in diesem Bereich. Im Jahr 2014 betrugen die Ausgaben für F&E 2,84% des BIP, während sich in Rumänien diese Ausgaben auf nur 0,38% des BIP beliefen. Potenzial gibt es aber auch in Rumänien, das Land könnte sogar ein wichtiger Standort für diese Bereiche in Europa werden. Wichtig ist die staatliche Finanzierung für Aktivitäten in diesem Bereich, aber auch das Schaffen von einfachen und transparenten Rahmenbedingungen für die Sicherung der Innovation, zum Beispiel durch Patente, und für den Know-how-Transfer. Weil die Zukunft eines Unternehmens und der Wohlstand einer Gesellschaft nicht zuletzt durch Innovation gesichert werden. Innovation bedeutet Wettbewerbsfähigkeit und eine wichtige Voraussetzung sind kreative, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. Die AHK Rumänien versteht die Wichtigkeit der Bildung und der Forschung und Entwicklung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Wirtschaft allgemein und unterstützt die Entwicklung in dieser Hinsicht durch zahlreiche Eigeninitiativen, aber auch in Zusammenarbeit mit Dritten.

Repräsentanten des Polytechnikum Bukarest FILS und der Deutschen Botschaft Bukarest haben die Veranstaltung eröffnet. Die Themen, über die beim Workshop diskutiert wurde, sind: Engineering und Maschinenbau, Mikrosysteme, Energietechnologien und Umwelttechnologien. Neben namhaften deutschen Institutionen im Bereich Forschung & Entwicklung, waren bei der Veranstaltung drei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Forschungsorganisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa, dabei.

Hauptredner waren Dr. Ralf Hagedorn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), Dr. Petra Jung Erceg vom Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research ISI sowie Dr. Varujan Pambuccian, Abgeordneter im rumänischen Parlament, Mitglied des Ausschusses für Informations- und Kommunikationstechnologie. Pambuccian sprach über die Notwendigkeit der Patentierung von Ideen als Strategie in der Forschungsarbeit und lieferte hierzu ein konkretes Beispiel, das Mobiltelefon. Bereits im 19. Jh. gab es einen Versuch diese Idee vorzustellen, aber weil sie nicht als Patent angemeldet wurde, hat die Geschichte einen anderen Lauf genommen. So wurde das Mobiltelefon erst im 20. Jh. bekannt. Schlussfolgerung ist, dass die Ideen patentiert werden müssen, damit sie nicht verloren gehen.  

Nach den Reden folgten individuelle Gespräche mit den deutschen Gästen. Alle Teilnehmer waren höchst zufrieden mit den interessanten Gesprächen und mit den wichtigen Kontakten, die sie knüpfen konnten. So konnte Petra Jung Erceg vom Fraunhofer ISI erfahren, dass es seitens unterschiedlicher rumänischer Institutionen nicht nur ein großes Interesse an der Zusammenarbeit in den verschiedenen Feldern der erfolgreichen Integration von neuen Technologien gibt, sondern auch, in welchen Bereichen bereits einige Aktivitäten in Rumänien existieren. „Für das Fraunhofer ISI wäre es von großem Interesse, die neuen Industrie- und Institutionskontakte im Rahmen konkreter gemeinsamer Projekte bald vertiefen zu können”, meinte sie.

Ralf Hagedorn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) ist der Meinung, dass besonders nach dem EU-Beitritt 2007 „Rumänien mit seinen Forschungsstärken, insbesondere im Maschinenbau, in den IKT, den Schlüssel- sowie Umwelttechnologien über ein großes Kooperationspotenzial für die Länder des Donauraums verfügt. Durch die enge Zusammenarbeit liefern die bilateralen Kooperationen einen Beitrag zur EU-Donauraumstrategie und tragen damit zur Integration von Forschung und Entwicklung zwischen innovationsstarken Oberlauf- und aufschließenden Unterlaufländern bei”, unterstrich er.

Der Dekan der Hochschule für Ingenieurwissenschaften in Fremdsprachen, Prof Dr. Adrian Volceanov, hat seiner Freude Ausdruck verliehen, dass das Polytechnikum Bukarest eine Veranstaltung über die mögliche Zukunft der Innovation mitorganisieren konnte, mit einer bemerkenswerten Teilnehmerzahl und die als Hauptziel die Zusammenarbeit zwischen den rumänischen und den deutschen Forschungsinstituten hatte: „Es war ein Gesprächsrahmen über die Finanzierungsmöglichkeiten für Forschung und für die Bildung von neuen Partnerschaften. Eine gute Gelegenheit sich gegenseitig besser kennen zu lernen und neue Wege für die Forschung neuer Technologien zu finden”.

Über die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien)

Die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) ist die offizielle Vertretung der deutschen Wirtschaft in Rumänien und zugleich größte bilaterale Handelskammer in Rumänien. Die AHK Rumänien gehört zum weltweiten Netzwerk der Auslandshandelskammern, dessen Dachorganisation der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) in Berlin ist.

Die im September 2002 gegründete AHK Rumänien zählt rund 530 Mitgliedsunternehmen und bietet Unternehmen eine wichtige Networking-Plattform für Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Mit ihrem Leistungsangebot und ihren Veranstaltungen unterstützt sie aktiv deutsche Unternehmen bei ihrem Markteintritt und Standortaufbau in Rumänien und ist zugleich ein Partner für rumänische Unternehmen mit Interesse am deutschen Markt. In Rumänien widmet sich die AHK Rumänien aktiv der Implementierung eines Berufsbildungssystems nach deutschem Vorbild und betreibt eine eigene GreenTech Initiative, econet romania, sowie ein eigenes Ständiges Schiedsgericht. Weitere Informationen unter www.ahkrumaenien.ro.

Pressekontakt:

Carmen Kleininger,
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer
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