AHK Rumänien ist über die neuen steuerlichen Maßnahmen besorgt – Gefährdung des Investitionsstandorts Rumänien

30.06.17 Pressemitteilungen

Die neue Regierung Rumäniens hat Steuermaßnahmen angekündigt, die für das Geschäftsumfeld eine deutliche Gefahr darstellen und die sich gegen eine stabile und vorausschauende Wirtschaftspolitik richten. Die AHK Rumänien hat immer wieder betont, dass Vorhersehbarkeit, Stabilität, Transparenz und Rechtssicherheit von übergeordneter Bedeutung sind, um das Vertrauen in den Standort aufrecht zu halten, um weitere Investitionen zu planen und umzusetzen und damit Geschäftsaktivitäten zu einem nachhaltigen Erfolg führen. Und nicht nur deutsche Unternehmen benötigen Rechtssicherheit und ein stabiles Wirtschaftsumfeld, um weiterhin in den Standort zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen.

Das beabsichtigte Besteuerungsmodell ist für Rumänien als Investitionsstandort schädlich und nachteilig für alle Unternehmen, ob national oder multinational, und führt zu einem starken Rückgang der Attraktivität des Investitionsstandorts für deutsche Unternehmen.  Die angekündigten Maßnahmen werden aber nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Bevölkerung Rumäniens direkte Nachteile nach sich ziehen. Sie könnten  mittelfristig dazu führen, dass Arbeitsplätze gekürzt und Investitionen reduziert werden, was wiederum weitere negative Konsequenzen bewirkt wie zum Beispiel, dass gut ausgebildete Fachkräfte das Land verlassen. Einem Trend, unter dem Rumänien bereits jetzt schon leidet.. 

Eine Unterscheidung in nationale und multinationale/ausländische Unternehmen ist nach Meinung der AHK Rumänien in keinster Weise zielführend noch korrekt. Deutsche Unternehmen sind fester Bestandteil der rumänischen Volkswirtschaft. Sie sind zugleich in nationale, regionale, lokale Eco-Systeme als auch in internationale Wertschöpfungsketten fest integriert und leisten einen wesentlichen Beitrag zur nationalen Bruttowertschöpfung und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Know-How-Transfer. Sie investieren in erheblichen Masse in die Aus- und Weiterbildung ihrer Angestellten, engagieren sich stark im Bereich Berufsbildung und Forschung & Entwicklung, auch in Zusammenarbeit mit den nationalen Forschungseinrichtungen, und in die technologische Weiterentwicklung ihrer Unternehmen.

Rund 7.500 deutsche Unternehmen bzw. Unternehmen mit einer deutschen Kapitalbeteiligung sind in Rumänien aktiv. Sie sind damit auch ein wichtiger Arbeitgeber, der in den letzten Jahren in erheblichem Maß zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen hat.

Als aktiver Akteur in der Wirtschaftscommunity und zuverlässiger Partner der rumänischen Ministerien und Behörden leistet die AHK Rumänien einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Geschäfts- und Investitionsbedingungen in Rumänien sowie zur Stärkung der bilateralen Handelsbeziehungen. Deutschland ist mit über 26 Mrd. Euro (mehr als 20% des rumänischen Außenhandels) wichtigster Handels- und Wirtschaftspartner Rumäniens.


Über die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien)

Die AHK Rumänien ist die offizielle Vertretung der deutschen Wirtschaft in Rumänien und zugleich die größte bilaterale Handelskammer in Rumänien. Die AHK Rumänien gehört, zusammen mit den IHKs, zum weltweiten Netzwerk der Auslandshandelskammern, dessen Dachorganisation der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) in Berlin ist. Die im September 2002 gegründete Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer zählt über 550 Mitgliedsunternehmen und bietet Unternehmen eine wichtige Networking-Plattform für Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Mit ihrem Leistungsangebot und ihren Veranstaltungen unterstützt sie aktiv deutsche Firmen bei ihrem Markteintritt und Standortaufbau in Rumänien und ist zugleich ein Partner für rumänische Unternehmen mit Interesse am deutschen Markt. In Rumänien widmet sich die AHK Rumänien aktiv der Implementierung des dualen Berufsbildungssystems nach deutschem Vorbild und betreibt eine eigene GreenTech Initiative, econet romania, sowie ein eigenes Ständiges Schiedsgericht. 

 


 Kontaktdaten für die Presse:
 Carmen Kleininger
 Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer

+40 21 207 91 50  
+40 21 223 15 38
kleininger.carmen(at)ahkrumaenien.ro
www.ahkrumaenien.ro