Aktuelle Geschäftslage ist gut, Blick in die Zukunft getrübt

19.12.17 Pressemitteilungen, Pressemitteilungen

Die derzeitige Geschäftslage der deutschen Unternehmen in Rumänien ist gut, jedoch ist der Blick in die Zukunft getrübt, zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage, die von der AHK Rumänien im September 2017 durchgeführt wurde. Aus der Umfrage geht die aktuelle Bewertung der Konjunktur- und Geschäftslage der Unternehmen hervor, sie verschafft aber auch einen Überblick über die aus Sicht der Unternehmen wichtigsten wirtschaftlichen Risikofaktoren.

Die gegenwärtige Geschäftslage der deutschen Unternehmen in Rumänien ist gut und die Erwartungen für die eigene Geschäftsentwicklung sind optimistisch. Aber im Vergleich zur Herbstumfrage 2016 ist der Anteil derjenigen, die mittelfristig eine Verschlechterung der Konjunktur sehen, stark angestiegen (2017: 29% schlechter, 2016: 8%). Der Optimismus hält also nur für kurze Zeit an, was wahrscheinlich auch mit den wirtschaftspolitischen Entwicklungen der letzten Monate zusammenhängt.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden als höchstes Risiko für die Wirtschaft angesehen. Mehr als 69% der Unternehmen, die an der Befragung teilgenommen haben, sind damit unzufrieden, was eine deutliche Verschlechterung gegenüber der vorherigen Herbstumfrage darstellt.

Auch die Lage im rumänischen Bildungswesen ist nicht zufriedenstellend. Die Herbstumfrage zeigt, dass der Fachkräftemangel für die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen ein hohes Risiko darstellt (über 57% der Unternehmen).

Im Vergleich zur Herbstumfrage 2016 ist auch der Anteil der Unternehmen gestiegen, die sich um die Rechtssicherheit in Rumänien Sorgen machen Das ist auch darauf zurückzuführen, dass im rumänischen Parlament zahlreiche umstrittene Justizgesetze verabschiedet werden, was unter anderem den Kampf gegen die Korruption erschwert.

Zusammenfassend kommt die vorliegende Umfrage zur Schlussfolgerung, dass der Schwerpunkt der wirtschaftspolitischen Aktivitäten der Regierung vor allem auf vertrauensbildende Maßnahmen liegen sollte und hierzu gehören vor allem fiskalische Stabilität und Nachhaltigkeit, sowie die Fortsetzung des Kampfs gegen Korruption.

Die gute konjunkturelle Lage in Rumänien, in Europa und in Deutschland, als wichtigsten Wirtschaftspartner Rumäniens, ermöglicht, dass dringend notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung & Entwicklung getätigt werden können. Diese Chance sollte unbedingt genutzt werden. Der sich immer stärker abzeichnende Fachkräftemangel wirkt zunehmend begrenzend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Die Erarbeitung und Umsetzung von Lösungen muss daher oberste Priorität haben.


Über die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien)

Die AHK Rumänien ist die offizielle Vertretung der deutschen Wirtschaft in Rumänien und zugleich die größte bilaterale Handelskammer in Rumänien. Die AHK Rumänien gehört, zusammen mit den IHKs, zum weltweiten Netzwerk der Auslandshandelskammern, dessen Dachorganisation der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) in Berlin ist. Die im September 2002 gegründete Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer zählt über 550 Mitgliedsunternehmen und bietet Unternehmen eine wichtige Networking-Plattform für Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Mit ihrem Leistungsangebot und ihren Veranstaltungen unterstützt sie aktiv deutsche Firmen bei ihrem Markteintritt und Standortaufbau in Rumänien und ist zugleich ein Partner für rumänische Unternehmen mit Interesse am deutschen Markt. In Rumänien widmet sich die AHK Rumänien aktiv der Implementierung des dualen Berufsbildungssystems nach deutschem Vorbild und betreibt eine eigene GreenTech Initiative, econet romania, sowie ein eigenes Ständiges Schiedsgericht. 


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