Mitgliedertreffen/März

Am 7. März fand im Hotel Intercontinental das erste Mitgliedertreffen dieses Jahres statt. Zahlreiche Mitglieder haben die Gelegenheit genutzt, die Meinung der deutschen Wirtschaft und Politik über die deutsch-rumänischen Beziehungen im aktuellen politischen Kontext zu erfahren und an einem informativen Networking-Abend teilzunehmen. An dem Rundtischgespräch haben Norbert Kartmann, Präsident des Hessischen Landtags; Achim Tröster, Stellvertreter des Deutschen Botschafters, Dr. Christian von Albrichsfeld, GF Continental Automotive Romania und Sebastian Metz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, AHK Rumänien, teilgenommen. Die Moderation übernahm Markus Kleininger, ADZ.

Nach einer kurzen Präsentation der AHK-Aktivitäten und des Projektes „Recycle mit!” folgte eine interessante Podiumsdiskussion, die von der Frage ausging: Wie sieht man in Deutschland die jüngsten politischen Ereignisse in Rumänien? Das Interesse an Rumänien in Deutschland ist groß, sagten die Podiumsteilnehmer. Die Medien in Deutschland schauen genau, was passiert und berichten darüber. Auch die deutsche Politik verfolgt aufmerksam die Ereignisse und die wirtschaftliche Entwicklung hängt ebenfalls davon ab, wie die Politik läuft. Denn wenn der Rechtsstaat in Frage gestellt wird, kann das Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Beziehungen haben. Und das gilt für jedes Land. Die Korruptionsbekämpfung und die Konsolidierung des Rechtsstaates müssen weitergeführt werden, um das Vertrauen in den Standort zu stärken. 

Ein weiteres Thema, das angesprochen wurde, ist das deutsche und allgemein das ausländische Kapital, das für Rumänien sehr wichtig ist, weil dadurch Arbeitsplätze entstehen und die ausländischen Unternehmen bezahlen Steuern an den rumänischen Staat. Auch Know How Transfer ist nicht zu unterschätzen. Entscheidend ist, dass nicht unterscheidet, welche Nation ein Unternehmen vertritt, sondern wie wettbewerbsfähig das Unternehmen ist, um sich in der internationalen Wertschöpfungskette zu integrieren, betonte Sebastian Metz. Unternehmen fordern insbesondere Vorhersehbarkeit und Stabilität, damit sie langfristig planen können. Eine Investition in Rumänien lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn noch zahlreiche Bereiche, wie Infrastruktur, Bildungs- und Gesundheitswesen weiter ausgebaut und verbessert werden müssen, schlussfolgerten die Repräsnetanten des Geschäftsumfeldes. Und Norbert Kartmann unterstrich, dass Deutschland und Rumänien enge Freunde und Partner in der EU bleiben.